meine letzte Lange Nacht
Nein, werter Leser, ich trage mich vorerst nicht mit weihnachtlichen Suizidgedanken, hier geht es um eine traditionelle Veranstaltung deren Besuch ich mir nächstes Jahr zu ersparen gedenke.
Da es im vergangenen Jahr am 23.12. nach 23:00 insbesondere mir, aber auch vielen anderen, nicht mehr möglich war, unter einer Stunde Anstehen in den Lokschuppen reinzukommen, entschieden Jens und ich uns, bereits gegen 21:30 dieses traditionsreiche vorweihnachtliche Massenevent in Niddas Kulturbahnhof zu besuchen.
Wie zu erwarten war, war nach 23:30 im Lokschuppen Land unter - kein reinkommen mehr. Aus sicherheitstechnischen Gründen, die Polizei war bereits vor Ort, wurden selbst Leuten, die bereits Eintritt bezahlt hatten und nur kurz draussen waren, der Wiedereintritt verwehrt.
Das war besonders bitter, da es nur draussen etwas zu Essen gab, drinnen nicht. Dafür war es drinnen schön voll, so voll, dass die Leute in Dreierreihen vor den spärlich gesähten Theken standen - und warteten. Nachdem ich nach 30Min. Anstehen und Warten dann doch meine Bestellung entgegennehmen durfte, entschied ich mich dazu, an diesem Abend auf die weitere Einnahme von Getränken zu verzichten. Für fünf EUR Eintritt könnte man doch etwas Organisation erwarten, hinter den Theken herrschte bisweilen totales Chaos, schien es mir.
Ein Durchkommen durch den hoffnungslos überfüllten Raum war kaum mehr möglich und brachte einen nur unfreiwillige Bierduschen ein.
Das weihnachtliche Gefühl, wie es die Gazetten später schrieben, stellte sich mir nicht ein, dafür war ich zu gefrustet.
Meine Laune besserte sich auch nicht wirklich, als sich nach 2:30 (plus minus) die Reihen lichteten, leider lichteten sich auch die Gehirnzellenkonzentrationen in manchen Köpfen.
Jedenfalls mache ich nächstes Jahr einen Bogen um den Lokschuppen und die Lange Nacht. Die verbringe ich dann doch lieber in meiner zweiten Heimat, da ist zwar auch viel los am 23.12., dafür aber lustiger.








