AOL, SMTP und das Leid mit den Ports
Ich kämpfe schon seit Monaten mit einem Phänomen, für das ich mal wieder in keinem Blog, in keinem Forum eine Lösung fand, da ich vermutlich die falschen Fragen stellte.
Ich nutze daheim einen AOL-Zugang, verschicke meine Mails aber über Jens und meinen Server. Ich hatte immer wieder Probleme, dass Thunderbird sich weigert Mails über den Dompteure-SMTP rauszuschicken. Thunderbird quittiert mein Bestreben nur mit der lapidaren Melden, das der SMTP-Server nicht erreichbar wäre oder keine Verbindungsversuche entgegennimmt. Nach längeren Klickorgien (Senden, Fehlermeldung wegklicken, Senden, Wegklicken, Senden …) ging es dann irgendwann. Dieses Leiden fand diese Woche dann seinen Höhepunkt: ich konnte daheim keine Mails mehr versenden, egal, was ich auch versuchte - ich war am Boden zustört, denn das WebMailFormular des Hosters funktioniert zwar, hat aber seine Unzulänglichkeiten.
Nach zahlreichen Versuchen u.a. Deaktivieren der Firewall, Versuche mit M$ Outlook (*ähh*) analysierte ich den SMTP-Verbindungsversuch mal genauer und kam dahinter, dass der Server ein Problem mit Port 25 hat.
Fragt nicht warum, dazu konnte ich noch keine zufriedenstellende Erklärung finden, bis gestern, da fand ich einen heise-Beitrag von letztem Jahr.
Demnach leitet AOL ausgehende Verbindungen über Port 25 zwangsweise über seinen Proxy, um Viren, Würmer etc. rauszufiltern. Wunderbar, echt nett von AOL, sich darum zu kümmern, scheisse nur, dass ich nun keine Mails mehr verschicken kann, was natürlich die sicherste Methode zur Virenvermeidung ist: greift mal wieder zu Papier und Feder!
Kurzum: in den Konteneinstellungen von Thunderbird den Message-Submission-Port 587 eingestellt und siehe da: es geht - die Scheisse geht!
Vielen Dank AOL, das ihr das so weiträumig publik gemacht habt und jeder Kunde bescheid wusste.








